Persönliches

Ich bedanke mich über Ihr Interesse an meinen Produkten und wünsche viel Freude mit den Informationen und beim durchstöbern der Seiten. Diese werden "leben", das heißt ich werde immer wieder neue Informationen und Bilder bereitstellen und freue mich daher über regelmässige Besucher. Konstruktive Kritik ist mir wichtig und ich nehme diese sehr ernst, positive Rückmeldungen freuen mich natürlich ganz besonders.

über mich

Ich bin Jg. 1963, ein waschechter Vorarlberger, sehr heimatverbunden und bodenständig, verheiratet und Vater von drei mittlerweile erwachsenen Töchtern und auch stolzer Opa. Aufgewachsen bin ich in Dornbirn, habe dort meine ersten 28 Jahre verbracht und wohne seit dem Bezug unseres Eigenheimes 1991 in Schwarzach. Neben Familie und Beruf(ung) bin ich gerne in der Natur unterwegs und sportbegeistert. Als ehemaliger Radrennfahrer in der Jugend- und Juniorenkategorie interessiert und reizt mich dieser Sport nach wie vor besonders. Meine Markenzeichen sind Ausdauer, Zielstrebigkeit, Genauigkeit und hoher persönlicher Einsatz für das was mir wichtig ist und Freude bereitet.

Anspruch und Antrieb

Meine Produkte sollen neben ästhetischen Ansprüchen in erster Linie auch dem täglichen Gebrauch dienen und lange Freude bereiten. Ein Produkt aus Holz ist nicht nur aus nachhaltigem Rohmaterial gefertigt, es fühlt sich immer warm und angenehm an und verbreitet zudem einen angenehmen und wohltuenden Duft.

Durch gezielte Materialauswahl, entsprechende Formgebung sowie sorgfältigste Verarbeitung möchte ich nachhaltig Freude am Werkstoff Holz und den daraus entstehenden, unterschiedlichsten Produkten bereiten. Jedes einzelne Stück ist garantiert ein Unikat, da durch die Beschaffenheit des Holzes (Maserung, Struktur, Asteinschlüsse, Stockflecken, Risse usw...) und die Formgebung durch die von Hand geführten Drechselmesser niemals zwei identische Artikel herstellbar sind. Jedes Produkt ist daher einzigartig und etwas besonderes.

Die zeitaufwändige Fertigung, die Betriebskosten und Steuern, die Kosten für Standplätze auf den diversen Märkten, meine eigenen hohen Qualitätsansprüche, die vielen Stunden und Tage die ich auf diversen Märkten im In- und Ausland verbringe und der Anspruch, dass ich zur Abdeckung der Lebenserhaltungskosten auch ein wenig etwas verdienen möchte und muss, rechtfertigen hoffentlich die Preise für die mit viel Liebe und Leidenschaft handwerklich erzeugten Artikel.

Werdegang

Nach fast 30 Jahren Bürotätigkeit als Konstrukteur im Sondermaschinenbau und später als technischer Einkäufer in mehreren großen und renommierten Betrieben in Vorarlberg, habe ich mein Hobby und meine Leidenschaft (Faszination Holz) zum Beruf gemacht.

Mit dem Drechseln bin ich zum ersten Mal im Zuge der Ausbildung an der HTL Bregenz im ersten Ausbildungsjahr der Werkstätte in Berührung gekommen und war sofort begeistert und fasziniert. Obwohl wir nur zwei Tage an der Drechselbank arbeiten durften, war ich seit diesem Erlebnis vom Drechseln angetan. Nachdem mein Vater beruflich in der Holzbranche tätig war (Modelltischlermeister) habe ich natürlich einiges von dieser Seite mitbekommen. Die Möglichkeiten mit Holz waren in der Zeit als ich mich für einen Beruf entscheiden musste recht bescheiden und daher entschied ich mich für die Metallbranche, da mich Technik und Entwicklung ebenfalls schon immer interessiert hat. Diese Entscheidung war sicher nicht falsch, aber meine Vorliebe zum Holz kommt auch darin zum Ausdruck, dass unser Eigenheim, errichtet mit sehr viel Eigenleistung von meiner Frau und mir, hauptsächlich in Holz gehalten ist.

Durch die herausfordernden beruflichen Tätigkeiten, die für mich neben der Familie immer hohe Priorität hatten, die Errichtung unseres Eigenheimes und durch ein aktives Familienleben blieb wenig Raum und Zeit für ein ausgiebiges Hobby.

Wenn ich einen Drechsler sah flammte das Feuer wieder auf und so schaffte ich mir Anfang 2009 die erste Drechselmaschine an und begann in meiner kleinen Werkstatt mit einfachsten Stücken. Ich verbrachte (nicht immer zur Freude meiner Frau) Stunden, Tage und manchmal auch halbe Nächte in der Werkstatt, probierte und tüftelte und die Ergebnisse wurden besser, die Freude wuchs stetig und irgenwann, als sich die gedrechselten Stücke häuften und die verschenkten Schalen immer große Freude auslösten, musste ich eine Entscheidung treffen. Von meiner Frau hörte ich immer öfters "langsam solltest du beginnen deine Stücke zu verkaufen, mir geht der Platz aus" und so begann ich mich nach den Möglichkeiten zu erkundigen.

Nachdem Drechseln kein freies sondern ein gebundenes Handwerk ist, musste ich um meine Produkte verkaufen zu dürfen entsprechende Prüfungen ablegen und den Gewerbeschein des Drechslers beantragen. Da dies alles mit hohem Aufwand und auch ziemlichen Kosten verbunden war wollte ich mit meinem damaligen Arbeitgeber eine Arbeitszeitverkürzung vereinbaren was jedoch nicht gut angekommen ist. Ich wurde vor die Wahl gestellt entweder voll oder gar nicht mehr für das Unternehmen zu arbeiten. Meine Entscheidung im Gespräch mit der Geschäftsführung und der Personalleitung traf ich innert einer Minute: Ich kündigte spontan weil es für mich nicht einsehbar war, dass sich so ein Schritt nicht auf zwei Jahre hinaus planen lassen sollte. Auch wollte ich nicht weitere fast 20 Jahre ausschließlich im Büro sitzen, weit über das normale Arbeitspensum erbringen, die persönliche Freiheit auf ein Mindestmaß reduzieren und von den Launen der Vorgesetzten abhängig sein. Für einen im Zeichen des Wassermann geborenen sind das nicht die allerbesten Voraussetzungen :-)
Natürlich war ich auf das Gespräch vorbereitet, hatte auch mit meiner Frau länger darüber diskutiert und ging mit klaren Vorstellungen in diese Diskussion. Dass dann überhaupt keine Bereitschaft seitens des Arbeitgebers vorhanden war hatte mich aber verwundert. Dieser Schritt der Kündigung war jedoch nur deshalb möglich weil einerseits die Kinder schon fast erwachsen und die Schulden am Eigenheim nicht mehr zu belastend waren, und weil meine Frau diese Entscheidung mitgetragen hat, nicht zuletzt deshalb weil sie meine wachsende Unzufriedenheit spürte. Einfach war dieser Schritt nach vielen Jahren geregeltem und guten Einkommen jedoch nicht, zumal ich mich mit dem Drechseln auf ein komplett anderes Terrain als ursprünglich erlernt begab und die Verdienstaussichten alles andere als rosig waren und sind.

Sofort begann ich alle Hebel in Bewegung zu setzen, absolvierte die erforderlichen Fachprüfungen, beantragte den Gewerbeschein und startete wenige Monate nach meiner Kündigung in die Selbständigkeit. Eine harte und sehr arbeitsreiche Zeit begann. Mit der Fertigung alleine ist es nicht getan, die Produkte wollen auch verkauft werden und neben den Investitionen für Material, Maschinen und Zubehör fallen aufgrund des Gewerbes viele zusätzlich Kosten an. Kammerbeiträge, Steuern und Sozialversicherung sind nur ein Teil davon und seit Jänner 2016 bin ich auch stolzer Besitzer einer Registrierkassa.

Heute, sechs Jahre nach meinem Aufbruch in die Selbständigkeit, bin ich trotz der zähen Anlaufzeit sehr froh diesen Schritt getan zu haben. Ich arbeite zwar deutlich mehr als zuvor, aber es macht mir unendlich viel Freude - und für mich ist es nicht Arbeit, sondern jeden Tag pure Freude in die Werkstätte gehen zu können. Ich habe freie Gestaltungsmöglichkeiten (nicht nur bei den Produkten sondern auch in der Arbeitszeitgestaltung) kann meiner Kreativität freien Lauf lassen und stelle leidenschaftlich gerne auch auf diversen Ausstellungen und Kunsthandwerksmärkten aus wo es immer wieder sehr interessante Begegnungen gibt.

Arbeitsplatz

Meine Werkstatt ist zwar klein, aber fein, und vor allem MEIN :-)
Da ich zum Zeitpunkt des Hausbaues nicht im entferntesten daran dachte jemals einem handwerklichen Beruf in diesen Räumlichkeiten nachzugehen, musste ich gezwungenermaßen die Einrichtung und den Arbeitsstil den Platzverhältnissen anpassen - und siehe da, auch wenn ich gerne ab und zu mehr Platz hätte, ich konnte bislang alle Aufträge abwickeln. 
Auch wenn die Platzverhältnisse sehr beengt sind lässt sich mit guter Organisation und Ordnung hervorragend arbeiten, auch wenn manchmal ein Handgriff mehr durchgeführt werden muss. Der große Vorteil liegt darin, dass sich alles direkt in Griffweite befindet und ich keine allzu großen Wegstrecken zurücklegen muss. Auch in einer kleinen Werkstätte kann großartiges geleistet werden.
Froh bin ich noch heute darüber, dass wir uns aufgrund der Bodenverhältnisse gegen einen Keller und für einen Anbau entschieden haben. Das kommt meiner heutigen Tätigkeit enorm entgegen.